Cannabis-Pilotprojekte in der Schweiz: Neue Studie liefert wichtige Einblicke

FHNW und Université de Lausanne analysieren die Ergebnisse der regulierten Abgabe. Die Erkenntnisse sollen die künftige Gesetzgebung unterstützen.

Das Institut für Nonprofit und Public Management der Hochschule für Wirtschaft FHNW und die Université de Lausanne haben im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit den zweiten Bericht zu den laufenden Cannabis-Pilotprojekten veröffentlicht. Die Analyse zeigt, wie unterschiedliche Verkaufsmodelle funktionieren, welche Auswirkungen sie haben können – und warum diese Erkenntnisse jetzt entscheidend für die politische Debatte zur Cannabis-Regulierung sind.

Zur Studie

Mit der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes im Mai 2021 wurde erstmals die rechtliche Grundlage für Pilotversuche zur regulierten Abgabe von Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken geschaffen. Ziel dieser Versuche ist es, auf Basis wissenschaftlicher Daten zu prüfen, wie eine mögliche zukünftige Regulierung von Cannabis in der Schweiz gestaltet werden könnte.

Seit 2023 laufen insgesamt sieben Pilotprojekte in Basel-Stadt, Bern, Biel, Lausanne, Luzern, Vernier, Zürich sowie in Gemeinden des Kantons Zürich und des Kantons Basel-Landschaft. Die Modelle reichen von Apotheken über Social Clubs bis hin zu kommerziellen Fachgeschäften und einem Drogeninformationszentrum. Rund 10 400 Erwachsene nehmen derzeit daran teil, was etwa fünf Prozent derjenigen entspricht, die laut Bundesamt für Statistik im Jahr 2022 regelmässig Cannabis konsumierten.

Das Bundesamt für Gesundheit beauftragte die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und die Université de Lausanne (UNIL) mit einer vertieften Untersuchung dieser Pilotversuche. Die nun vorliegende Analyse erweitert die Perspektive, insbesondere mit Blick auf die Regierung, Regulierung, Jugend- und Konsumentenschutz sowie Werbeverbote.

Warum die Studie heute relevant ist

Die politische Diskussion um Cannabis nimmt Fahrt auf: Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat im August 2025 einen Vorentwurf für ein Bundesgesetz über Cannabisprodukte präsentiert. Dieses sieht ein streng reguliertes, gesundheitsorientiertes Modell vor – mit neutraler Verpackung, strenger Qualitätskontrolle, Werbeverbot und einer staatlich gesteuerten Anzahl Verkaufsstellen.

Die Ergebnisse der Pilotversuche können dabei eine zentrale Grundlage für den politischen Prozess liefern. Sie zeigen, wie unterschiedliche Verkaufs- und Steuerungsmodelle in der Praxis funktionieren, welche Akzeptanz sie bei Konsumierenden finden, und welche Auswirkungen sie auf Konsumformen und die öffentliche Gesundheit haben können.

Wichtige Erkenntnisse der Analyse

Die Forschenden berichten, dass die Pilotversuche zweckmässig umgesetzt wurden und verschiedene Ansätze erfolgreich getestet werden:

  • Medizinisch orientierte Modelle wie Apotheken fokussieren auf Prävention und Risikominderung.
  • Gemeinschaftliche Social Clubs legen Wert auf direkten Schutz der Konsumierenden und gezielte Steuerung zu risikoärmeren Produkten.
  • Kommerzielle Verkaufsstellen setzen stärker auf Eigenverantwortung, Produktberatung und die Verdrängung des illegalen Marktes.

Eine wesentliche Beobachtung ist, dass regulierte Zugangswege zu einer höheren Bindung an den legalen Markt führen und die allgemeine Zufriedenheit der Teilnehmenden hoch ist. Das Verkaufspersonal zeigt dabei eine klare Motivation, Präventionsmassnahmen umzusetzen.

Internationale Expertinnen und Experten sehen einen Konsens zugunsten nicht-kommerzieller Systeme, die gesundheitliche Ziele ins Zentrum stellen. Dazu gehören neutrale Verpackungen, Besteuerung nach THC-Gehalt, ein strenges Werbeverbot und die Kontrolle des Produktangebots.

Herausforderungen und Ausblick

Die Regulierung von Cannabis ist komplex und betrifft zahlreiche Politikfelder – von Gesundheit und Prävention über Landwirtschaft bis zu Polizei und Justiz. Die Modellwahl beeinflusst Preisgestaltung, Produktpalette, THC-Grenzwerte und Präventionsstrategien. Entscheidungen müssen unter Berücksichtigung politischer Ziele, öffentlicher Akzeptanz und bestehender Politiken getroffen werden.

Die Studie macht deutlich: Eine wirksame Regulierung braucht klare Prioritäten, gezielte Steuerungsinstrumente und eine breite gesellschaftliche Debatte. Die Schweiz verfügt über eine lange Tradition innovativer Drogenpolitik und die Erkenntnisse aus den Pilotversuchen könnten entscheidend sein, um diesen Weg auch in der Cannabisfrage fortzusetzen.

Quelle: https://www.fhnw.ch/de/wirtschaft/aktuelles/news-storys/alle/cannabis-pilotprojekte-in-der-schweiz

Können wir „Pflanze“ auch größer denken?

Expertin-Filminterview mit der BDP-Vorsitzenden Stephanie Franck

Nach diesem Interview weiß jeder, was Pflanzenzüchtung wirklich bringt, was die HotTopics derzeit sind und was „Innovationssystem Pflanze“ ausdrückt.

🌾Können wir Pflanzen(züchtung) auch größer denken? Stephanie Franck ist Agrarwissenschaftlerin, spezialisiert auf quantitative Genetik und Pflanzenzüchtung. Als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) vertritt sie die Interessen der deutschen Pflanzenzüchtungsunternehmen, von denen es mehr gibt, als viele ahnen…

❓Blattgeflüster traf Frau Franck auf einer Messe und hatte viele Fragen… etwa: Wir haben doch so viele Sorten – wozu werden ständig neue Pflanzen gezüchtet? Was sind derzeit die “Hot Topics” der Pflanzenzüchtung? Kann unsere Landwirtschaft gleichzeitig nachhaltiger und wirtschaftlicher werden? Was steckt hinter dem Konzept “Innovationssystem Pflanze”? Werden „Orphan Crops“ (Waisenpflanzen bzw. „vernachlässigte Pflanzenkulturarten“) nun häufiger von Züchterinnen und Züchtern anvisiert?

🎤Alle diese Fragen und mehr beantwortet die Expertin in diesem Interview. Danach sollte klar sein, warum Pflanzenzüchtung lebenswichtig ist, wofür gezüchtet wird und welche innovative, größere Denkweise Pflanzenzüchter jetzt brauchen!

👉Auch auf der Seite der Pflanzenzüchter www.bdp-online.de findet ihr noch viel mehr spannende Infos zur Pflanzenzüchtung.

Quelle: https://www.pflanzenforschung.de/de/blattgefluester/beitraege/bdp-experteninterview-stephanie-franck

Emerald Harvest – BASE NUTRIENTS

Hier ist die deutsche Übersetzung:


GRUNDNÄHRSTOFFE

1. Grundnährstoffe

Emerald Harvest bietet zwei Grundnährstoffreihen: Grow, Micro, Bloom und Cali-Pro, die die richtigen Konzentrationen und präzisen Verhältnisse der Makro- und Mikronährstoffe liefern. Dieses Fundament ist buchstäblich eine der besten Maßnahmen, die Grower ergreifen können, um das maximale genetische Potenzial ihrer Pflanzen auszuschöpfen.

Unsere beiden Grundnährstoffreihen sind für unterschiedliche Grower-Typen konzipiert – die Inhaltsstoffe und Vorteile für die Pflanzen sind jedoch identisch. Beide Reihen sind vollständig entwickelte Düngemittel, d. h. alle essenziellen Pflanzennährstoffe sind in diesen Flaschen enthalten.

Cali-Pro Unsere Premium-2-Komponenten-Nährstoffreihe ist für Grower formuliert, die es gerne einfach halten. Gleiche Teile A und B in der Grow- und Bloom-Phase erleichtern das Mischen und sorgen für Konsistenz.

Grow/Micro/Bloom Unsere Premium-3-Komponenten-Nährstoffreihe richtet sich an Grower, die ihre Düngeprogramme flexibel anpassen möchten. Erfahrenere Grower können ihre Nährstoffversorgung je nach Pflanzensorte, Ausrüstung und Wachstumsbedingungen gezielt feinabstimmen.


2. Warum Emerald Harvest statt einer anderen Marke?

Was Emerald Harvest-Grundnährstoffe auszeichnet, sind die richtigen Nährstoffkonzentrationen und präzisen Verhältnisse. Dies minimiert das Risiko von Mangelerscheinungen und stellt sicher, dass die Pflanzen während ihres gesamten Lebenszyklus optimal ernährt werden.

Diese beiden Punkte – „richtige Konzentrationen“ und „präzise Verhältnisse“ – sind die wichtigsten Verkaufsargumente unserer Grundnährstoffe.

Alles in unseren Grund- und Ergänzungsnährstoffen ist perfekt formuliert. Alle Produkte unserer Linie greifen wie Puzzleteile ineinander.

Alle Grundnährstoffe auf dem Markt versuchen, die Grundbedürfnisse der Pflanze zu erfüllen. Hier ist, was unsere besser macht:

  • Nur die besten Inhaltsstoffe (hochwertige Rohstoffe)
  • Nur ideale Formulierungen (wissenschaftlich entwickelt)
  • Essentielle Nährstoffe in den richtigen Konzentrationen
  • Präzise Verhältnisse, die perfekt mit unseren Ergänzungsmitteln zusammenwirken
  • Kein oder sehr geringer Schwermetallgehalt – weit unter den gesetzlichen Grenzwerten

Grower können sicher sein, dass sie die Qualität und Reinheit für potentes, aromatisches und sicheres Cannabis erhalten.


3. Was macht Emerald Harvest-Grundnährstoffe so wirksam?

Die Verwendung einer unserer Grundnährstoffreihen stellt sicher, dass Grower mit einer Premium-Formulierung aus Mikro- und Makronährstoffen bestens versorgt sind.

Die 3 wichtigsten Makronährstoffe für den Pflanzenerfolg sind NPK:

Stickstoff (N) Stickstoff ist das klassische Vegetationselement – auch „Grow“-Element genannt – und verbessert sowohl die Menge als auch die Qualität des getrockneten Endprodukts. Pflanzen mit ausreichend Stickstoff zeigen typischerweise kräftiges Wachstum.

  • Hauptbestandteil von Chlorophyll – fördert die Photosynthese
  • Bestandteil von Nukleinsäuren (DNA & RNA), Phytohormonen und Aminosäuren
  • Unterstützt die Zellteilung
  • Notwendig für alle enzymatischen Reaktionen
  • Hilft bei der Bildung von Aminosäuren, den Bausteinen von Proteinen und des Lebens

Phosphor (P) Phosphor ist das erste der beiden wichtigsten Blüte-fördernden Elemente.

  • Überträgt Nährstoffe und Energie (Hauptaufgabe)
  • Wird bei der Photosynthese genutzt
  • Stimuliert die Blütenbildung
  • Fördert die Frucht- und Samenbildung
  • Begünstigt die Wurzelentwicklung

Kalium (K) Kalium ist das zweite wichtige Blüte-fördernde Element.

  • Verbessert Frucht- und Blütenqualität
  • Fördert den Zuckertransport und ist für die Funktion der Spaltöffnungen (Stomata) essenziell – regelt so den Wasserhaushalt
  • Erhöht phenolische Verbindungen für bessere Schädlingsresistenz
  • Aufbau stabiler Pflanzenstrukturen

Emerald Harvest-Grundnährstoffe enthalten außerdem:

Sekundäre Makronährstoffe

  • Kalzium (Ca) – der „Klebstoff“, der Pflanzenzellwände verbindet
  • Magnesium (Mg) – zentrales Atom des Chlorophylls, hilft Pflanzen, Licht in Energie umzuwandeln
  • Schwefel (S) – notwendig für die Chlorophyllproduktion

Mikronährstoffe (in sehr geringen Mengen, aber entscheidend für Gesundheit und Wachstum)

  • Bor (B) – transportiert Zucker für neues Wachstum und fördert aromatische Verbindungen
  • Chlor (Cl) – unterstützt den Ionentransport in der Pflanze (in der ungiftigen Form Chlorid – nicht Chlorgas!)
  • Mangan (Mn) – aktiviert 35 verschiedene Enzyme
  • Kupfer (Cu) – verbessert Farbe und Geschmack der Ernte
  • Eisen (Fe) – Bestandteil vieler Proteine und Enzyme zur Chlorophyllbildung
  • Molybdän (Mo) – hilft, anorganischen Phosphor in organische, pflanzenverfügbare Formen umzuwandeln
  • Zink (Zn) – Bestandteil aller Enzyme und an der Chlorophyllbildung beteiligt

4. Sollten Grower Ergänzungsmittel zusammen mit Grundnährstoffen verwenden?

Grower, die ausschließlich Grundnährstoffe verwenden, können mit den Formulierungen von Emerald Harvest hervorragende Ergebnisse erzielen. Alles, was eine Pflanze für ihren gesamten Lebenszyklus benötigt, ist in den Grundnährstoffformeln enthalten – das macht den Anbau sehr einfach. Ergänzungsmittel heben Qualität, Größe und Potenz jedoch auf ein neues Level. Um das maximale genetische Potenzial der Pflanzen zu erreichen, sind Ergänzungsmittel notwendig.

Warum dann separate Flaschen? Manche Nährstoffe reagieren sehr schnell miteinander. Zum Beispiel werden Cali-Pro Grow und Bloom als getrennte A- und B-Nährstoffe verkauft, weil ihre Inhaltsstoffe beim Mischen reagieren. Dasselbe gilt für einige Ergänzungsmittel – sie müssen getrennt aufbewahrt und erst beim Gebrauch, und nur in bestimmten Wachstumsphasen, gemischt werden. Aus diesem Grund kommen Premium-Nährstoffe nicht in einer einzigen großen Flasche.


5. Können Grower Cali-Pro oder Grow/Micro/Bloom mit ihrer aktuellen Nährstofflinie kombinieren?

Falls Grower darauf bestehen, können sie einen Blütebooster oder ein anderes Ergänzungsmittel eines Mitbewerbers mit einer unserer Grundnährstoffreihen kombinieren. Wir nennen das jedoch ein „Frankenstein-Düngeprogramm“. Die Ergebnisse können ordentlich sein, aber um das maximale Erntepotenzial auszuschöpfen, muss die Produktlinie so eingesetzt werden, wie sie konzipiert wurde: als vollständiges Düngeprogramm. Daher empfiehlt es sich, die gesamte Linie zu verwenden – nicht nur einzelne Teile davon.

Quelle: Emerald Harvest

Auswertung Pilotversuche 2024 – 2025

Die Studie der Universität Lausanne in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz zu den Cannabis-Pilotversuchen zeigt, dass im Rahmen der kontrollierten Abgabe bisher keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit oder die öffentliche Ordnung festgestellt wurden. Vielmehr berichten Teilnehmende von einem verbesserten psychischen Wohlbefinden, da Beschaffungsstress und Stigmatisierung wegfallen. Gleichzeitig ist in einzelnen Studien ein Rückgang des problematischen Konsums nachweisbar.

Legaler Erwerb bei den Cannabis-Pilotversuchen

Trotz einer allgemein hohen Zufriedenheit mit der Beratungs- und Produktqualität wird von etwa einem Drittel der Teilnehmenden Kritik an den als zu hoch empfundenen Preisen geäussert. 30 – 50 % der Teilnehmenden beziehen weiterhin Cannabis vom illegalen Markt. Besonders deutlich ist dies im Projekt SCRIPT (Bern, Biel, Luzern), bei welchem in qualitativen Interviews alle befragten Personen angaben, weiterhin zusätzlich Cannabis von Bekannten zu kaufen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass belastbare Zahlen zum legalen Bezug derzeit nur für vier der sieben Versuche vorliegen: Cann-L (70,2 %), La Cannabinothèque (63 %), Weedcare (über 50 %) und Grashaus (rund 50 %).

  • Weedcare (Basel-Stadt): Hier gibt etwas mehr als die Hälfte (über 50 %) der Teilnehmenden an, Cannabis nur noch über den Pilotversuch zu beziehen.
  • Grashaus (Basel-Landschaft): In diesem Modell bezieht ebenfalls rund die Hälfte der Probanden ihr Cannabis mittlerweile nur noch legal und die Anzahl der Tage mit illegalem Bezug sank im Durchschnitt von 20 auf 10 Tage pro Monat.
  • Cann-L (Lausanne): Nach sechsmonatiger Teilnahme gaben 70,2 % der Personen an, ihr Cannabis fastausschliesslich bei Cann-L zu beziehen. In Lausanne sank der Anteil derer, die „fast immer“ illegal kauften, massiv von 63 % auf nur noch 7 %.
  • La Cannabinothèque (Genf): Eine Befragung ergab, dass 63 % der Teilnehmenden sich ausschliesslich über die legale Verkaufsstelle versorgen.
  • ZüriCan (Zürich): Für dieses Projekt wird keine spezifische Prozentzahl genannt.
  • Cannabis Research Zürich: Hier wird geschätzt, dass fast 50 % der Teilnehmenden den illegalen Markt weiterhin als zusätzliche Bezugsquelle nutzen.
  • SCRIPT (Bern, Biel, Luzern): Eine abschliessende Analyse der Daten zur gesamten Teilnehmerkohorte liegt nicht vor. Qualitative Einzelinterviews mit einer kleinen Gruppe von 14 Teilnehmenden ergaben jedoch, dass alle 14 befragten Personen zusätzlich zu den Studienprodukten weiterhin Cannabis von Bekannten kauften.

Die Zwischenergebnisse sind nur beschränkt aussagekräftig, weil viele Daten erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet werden.

Zur Studie: Analysis of results from cannabis pilot trials in Swiss cities – International Drug Policy Consortium (IDPC)

Quelle: https://ighanf.ch/auswertung-pilotversuche-2024-2025/

WHY EMERALD HARVEST’S NUTRIENT LINE IS A PERFECT FIT.

There are dozens of nutrient brands on the market and hundreds of different products that all are created to grow amazing hydroponic crops. For consumers, choosing a nutrient line can be puzzling!

Compared to lights, irrigation, and other components of a grow – nutrients are one of the least costly investments overall, and yet they can end up being the most costly if growers make the wrong choice.

We believe that the best way to simple, easy success for a hydroponic cannabis grower is to make sure that the base nutrients and supplements are working in harmony.

For that to happen, they have to be formulated as a complete feeding program. Growers can try to do this themselves, from scratch, through trial and error. But they would have to figure out where to source the best ingredients—and how much to source—then mix the optimal concentrations and ratios for every week of their grow. A horticultural degree would also help do all this hard work…

But we’ve already done the work. Emerald Harvest has designed its entire product line to work together like a perfect puzzle to provide your plants with the optimal concentrations and ratios of the finest‐quality ingredients available.

Watch this brief overview video about our nutrient product line.

PLAY VIDEO

2.

THE IMPORTANCE OF NUTRIENTS

A persistent problem among the poor in London in the late 19th century was goiter and a closely related condition called cretinism. Cretinism involved intellectual challenges in addition to the thyroid swelling of goiter.

For decades, nobody could explain why this was happening. Finally, scientists discovered that an infinitesimal amount of a single element essential to human life was missing from poor city dwellers’ diets. Iodine. All they needed was iodine.

When London and other cities started adding small amounts of iodine to their water supplies, the goiter and cretinism epidemics vanished. A few micrograms of iodine – about the size of salt grain—was enough to prevent goiter and cretinism.

The same holds true for many other nutrients – an at certain times of a human’s life certain nutrients must be increased or decreased, added or removed, to ensure optimal health.

3.

LAW OF THE MINIMUM

Like humans, plants cannot survive or thrive without at least the minimum amount of every essential element. Scientists often call the essential elements “essential plant nutrients” or simply “essential nutrients”.

Liebig’s law explains that if any essential nutrient doesn’t meet the minimum, the plant suffers. It doesn’t matter if a plant gets more than enough of all of them but one; if even one essential nutrient falls beneath its minimum, the plant will suffer a deficiency, with yield and crop quality leaking away.

This illustration of a barrel shows that if one of the staves is shorter than required, the barrel simply will not fill beyond it. Our insistence on dialing in the right concentrations and precise ratios of these nutrients is what enables us to guarantee simple, easy success.

The Emerald Harvest nutrient line is a complete feeding program that’s been purity and quality tested in the lab—with proven results in the field, grow after grow after grow. That’s why we’re confident in our 100% satisfaction guarantee.

4.

MULDER’S CHART

One piece of the puzzle that we pay meticulous attention to when we’re designing our nutrients is how different nutritional elements react with others.

Some nutrients are synergistic: If you apply more of one, the plant needs more of another—and will take up more of it.

Other nutrients are antagonistic: If you increase the supply of a nutrient, the plant will take up less of another—perhaps too much less, causing a deficiency.

Mulder’s chart shows which nutrients are antagonistic and which are synergistic.

For example:
Phosphorus and magnesium are synergystic. When you feed more phosphorus to boost blooms, you should also feed more magnesium. The plant needs more of each, or it will suffer a deficiency.

Boron and calcium are antagonistic. If you feed a crop too much calcium, you run the risk of boron deficiency—not because you’re not applying enough boron, but because plants won’t absorb as much in the presence of calcium; boron will get “locked out.”

5.

USE ONE LINE OF NUTRIENTS

That’s why it’s crucial to feed plants an optimized nutrient line—one that’s formulated precisely so that each of the products works in harmony with the others. In an optimized nutrient line, the base nutrients and all the supplements fit together like a perfect puzzle, satisfying all the synergies and correcting for all the antagonisms in their ingredients.

Growers run the risk of disrupting the delicate balance of synergies and antagonisms if they take a Frankenstein approach to their feeding program: mixing and matching different products from different brands that might not be formulated to work together—or even be compatible.

If plants don’t have the right nutrients in the right concentrations and ratios at the right times in the crop lifecycle, growers cannot get the most from every harvest. They cannot maximize crop potential for maximum return on their grows. They just can’t, even if they nail all the rest of it—the lights, temperature, air quality etc.

That is why it is crucial to use one product line – especially one like Emerald Harvest – that has been specifically formulated to provide optimal nutrition in the precise amounts at the right time in the plant’s life cycle.

Our insistence on dialing in the right concentrations and precise ratios of these nutrients is what enables us to guarantee simple, easy success.

The Emerald Harvest nutrient line is a complete feeding program that’s been purity and quality tested in the lab—with proven results in the field, grow after grow after grow.

«Kleinbäuerinnen und -bauern erzeugen 70 % der weltweiten Nahrungsmittel»

Es tönt eindrücklich, wird seit Jahren verbreitet und 2026 einmal mehr auch durch die Fastenaktion behauptet: «Kleinbauern und -bäuerinnen bilden das Rückgrat der Nahrungsmittelproduktion»

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aussage ist falsch. Hier werden Kleinbauern und Familienbetriebe verwechselt.
  • Kleinbäuerliche Landwirtschaft ohne moderne Sorten und modernen Pflanzenschutz können die wachsende Menschheit nicht ernähren.
  • Low-input Anbaumethoden führen zu einem Rückgang der Produktivität
  • Tatsächlich muss die Produktivität gesteigert und zugleich die Flächennutzung verringert werden
  • Mehr zu gängigen Mythen in der Nahrungsmittelproduktion lesen Sie hier.

Vielfach ist zu lesen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erzeugen 70 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel, aber nutzen dafür nur 30 Prozent der Land- und Wasserressourcen.

Kleinbauern sind definiert als Landwirte, die weniger als zwei Hektar Land bewirtschaften. Sie machen zwar etwa 84 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe weltweit aus, nutzen aber nur ca. 12 Prozent des Ackerlands und liefern lt. FAO (2025) nur ca. 16 Prozent der Nahrungsenergie, 12 Prozent der pflanzlichen Proteine und 9 Prozent der Fette weltweit. Sie werden oft mit Familienbetrieben verwechselt, aber Familienbetriebe sind oft Grossbetriebe.

Hinzu kommt, dass kleinbäuerliche low-input-Landwirtschaft ohne Dünger, ohne moderne Sorten und andere Produktionssysteme (Bewässerung, Pflanzenschutz) die wachsende Menschheit nicht ernähren können. Die OECD gibt an, dass zur Erreichung des Ziels «Zero Hunger» bei gleichbleibenden landwirtschaftlichen Emissionen die durchschnittliche weltweite Ernteproduktivität in den nächsten zehn Jahren um 24 % gesteigert werden müsste. Dies entspricht einer Verdopplung des Anstiegs, der im letzten Jahrzehnt verzeichnet wurde. Sollten die Erträge nicht deutlich steigen, benötigen wir bis 2050 zusätzliche landwirtschaftliche Flächen von fast 600 Millionen Hektar, was der doppelten Grösse Indiens entspricht. Dies würde zu massiver Entwaldung und Biodiversitätsverlusten führen.

Blindspot-Artikel

Eine umfassend nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine gesunde Ernährung sind komplexe Themenfelder. Es braucht die Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln. Doch unliebsame Fakten kommen in der öffentlichen Diskussion häufig zu kurz. Wir beleuchten, was gerne im Schatten bleibt. So kommen die Zielkonflikte zur Sprache.

Um Klima und Artenvielfalt zu erhalten, müssen wir eher weniger Fläche bewirtschaften, also auf weniger Fläche deutlich mehr erzeugen als bisher. Die Ablehnung von hochproduktiver Landwirtschaft als «industrialisiertes Ernten» ist daher angesichts des zu erwartenden Bevölkerungswachstums (8,2 Milliarden heute, 9,7 Milliarden 2050) realitätsfern.

Die Rolle von Kleinbauern ist ambivalent. Während sie heute noch in vielen Regionen entscheidend für die regionale Ernährungssicherheit sind (die sie nicht immer gewährleisten können), werden sie die notwendigen 24 Prozent Produktivitätssteigerung kaum liefern können.

Lösungen sind nur möglich, wenn in Regionen mit vorwiegend kleinbäuerlicher Landwirtschaft vier wichtige Elemente zur Verfügung stehen: die Landwirte benötigen verbessertes Saatgut, das auf Hybridzüchtung und moderner Biotechnologie beruht. Hochertragreiche Sorten waren in der Vergangenheit der wichtigste Treiber für höhere und stabile Erträge. Zweitens muss ihnen mehr Dünger zur Verfügung stehen. In Afrika werden pro Hektar nur ungefähr 20 kg Stickstoff eingesetzt, während der globale Durchschnitt 146 kg Stickstoff/ha beträgt. Auch die Bewässerung ist verbesserungsbedürftig. Nur 6 Prozent der afrikanischen Landwirtschaft hat Bewässerungssysteme, ein Hauptgrund für niedrige Erträge. Vierter und letzter Punkt ist bessere Beratung und Digitalisierung, denn dann stehen Empfehlungen für optimalen Düngereinsatz und zielgerichtete Schädlingsbekämpfung, Wetterprognosen und Marktpreise zur Verfügung – alles Elemente, die auch Kleinbauern bessere Planung und sichere Ernten ermöglichen.

Und nicht zuletzt erlauben diese Elemente unterprivilegierten Kleinbäuerinnen und -bauern, dass sie ihr Land effizienter bestellen und so ihre Kinder zur Schule statt aufs Feld schicken können.

Autor des Artikels: Ludger Weß, promovierter Biochemiker und Wissenschaftsjournalist. Als profunder Kenner der agrarwissenschaftlichen Forschung engagiert er sich für eine faktenbasierte Debatte über neue Züchtungstechnologien.

Quelle: https://swiss-food.ch/

Cannabinoide blockieren den zellulären Eintritt von SARS-CoV-2 und aufkommenden Varianten

Journal of Natural Products

📄 Zusammenfassung (Abstract)

Als Ergänzung zu Impfstoffen werden niedermolekulare therapeutische Wirkstoffe benötigt, um Infektionen durch das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) und seine Varianten, die COVID-19 verursachen, zu behandeln oder zu verhindern.

Natürlich vorkommende Cannabinoide aus Hanf (Cannabis sativa) wurden in dieser Studie untersucht Cleve, um ihre Fähigkeit zu testen, das Eindringen von SARS-CoV-2 in menschliche Zellen zu blockieren.


🔬 Hauptergebnisse der Studie

Wirksame Cannabinoide:

Die Studie identifizierte zwei Cannabinoid-Säuren, die den Zelleintritt von SARS-CoV-2 wirksam blockieren:

  1. CBDA (Cannabidiol-Säure)
  2. CBGA (Cannabigerol-Säure)

Wirkungsmechanismus:

Diese Cannabinoide binden an das Spike-Protein des SARS-CoV-2-Virus, insbesondere an die Rezeptorbindungsdomäne (RBD) der S1-Untereinheit, die für die Bestimmung des Wirtsbereichs und des zellulären Tropismus des Virus verantwortlich ist Cleve.

Vereinfacht:

  • Das Virus nutzt sein „Spike-Protein“, um an menschliche Zellen anzudocken
  • CBDA und CBGA blockieren diese Andockstelle
  • Das Virus kann somit nicht in die Zelle eindringen

🧪 Methodik

Affinitätsselektions-Massenspektrometrie:

Die Forscher nutzten eine Peptid-Sequenz, die die Aminosäuresequenz des menschlichen ACE2-Rezeptors nachahmt (Aminosäuren 331-524), an die das SARS-CoV-2 Spike-Protein bindet.

Getestete Substanzen:

  • CBDA (Cannabidiolsäure)
  • CBGA (Cannabigerolsäure)
  • THCA-A (Tetrahydrocannabinolsäure-A)

📊 Ergebnisse im Detail

1. Blockierung des Viruseintritts

✅ CBDA und CBGA zeigten signifikante Hemmung des SARS-CoV-2-Eintritts in Zellen

❌ THCA-A zeigte keine nennenswerte Wirkung

2. Wirksamkeit gegen Varianten

Die Studie testete die Cannabinoide auch gegen aufkommende Varianten:

✅ Alpha-Variante (B.1.1.7) – wirksam blockiert
✅ Beta-Variante (B.1.351) – wirksam blockiert

Wichtig: Die Wirksamkeit blieb auch bei den Virus-Mutationen erhalten!

3. Sicherheitsprofil

Die Zytotoxizität (Zelltoxizität) von CBDA wurde in Säugetier-Zelllinien getestet und als sicher eingestuft Cleve.

Ergänzende Informationen (Supporting Information):

  • Tandem-Massenspektren von affinitätsselektierten CBDA, CBGA und THCA-A
  • Zytotoxizitätsdaten verfügbar

💡 Wissenschaftliche Bedeutung

Warum ist das wichtig?

  1. Präventionspotenzial: Cannabinoide könnten als vorbeugende Maßnahme eingesetzt werden
  2. Behandlungsoption: Ergänzung zur Impfung bei bereits Infizierten
  3. Natürliche Wirkstoffe: Aus Hanfpflanzen gewonnen (Cannabis sativa)
  4. Variantenresistenz: Auch gegen Mutationen wirksam

Einordnung:

Der Ansatz, Verbindungen zu nutzen, die die Virus-Rezeptor-Interaktion blockieren, hat sich bereits bei anderen Viren als nützlich erwiesen Cleve.

Historischer Kontext: Kleine Peptide aus den Heptad-Repeat-Regionen des SARS-CoV-1 Spike-Proteins konnten bereits SARS-CoV-Infektionen durch Interferenz mit der Fusion an Zielzellen hemmen.


👨‍🔬 Autoren & Institution

Hauptautor:
Richard B. van Breemen
Linus Pauling Institute
Department of Pharmaceutical Sciences
College of Pharmacy
Oregon State University
2900 SW Campus Way, Corvallis, Oregon 97331, USA

E-Mail: richard.vanbreemen@oregonstate.edu


📅 Publikationsdaten

  • Eingereicht: 3. Oktober 2021
  • Online veröffentlicht: 10. Januar 2022
  • Print-Ausgabe: 28. Januar 2022
  • Journal: Journal of Natural Products (2022), Band 85, Seiten 176-184
  • DOI: 10.1021/acs.jnatprod.1c00946

📜 Lizenz & Verfügbarkeit

Creative Commons Lizenz: CC-BY-NC-ND 4.0

Bedeutung:

  • ✅ Teilen erlaubt (Kopieren und Verbreiten)
  • ✅ Namensnennung erforderlich (Attribution)
  • ❌ Nur nicht-kommerzielle Nutzung
  • ❌ Keine Bearbeitungen für Weitergabe

Kostenloser Zugang: Die Supporting Information (Ergänzende Materialien) sind kostenlos verfügbar unter:
https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jnatprod.1c00946


⚠️ Wichtige Einschränkungen & Disclaimer

Was die Studie NICHT aussagt:

❌ Keine Empfehlung zum Cannabiskonsum gegen COVID-19
❌ Rauchen von Cannabis schützt NICHT vor COVID-19
❌ CBD-Öl ist NICHT getestet worden (nur CBDA/CBGA)
❌ Keine klinischen Studien am Menschen (nur Laborstudien)
❌ Keine zugelassene Therapie – weitere Forschung nötig

Unterschied CBDA vs. CBD:

CBDA (Cannabidiolsäure):

  • Rohform, in frischer Hanfpflanze
  • Wird durch Erhitzen zu CBD umgewandelt
  • In den meisten CBD-Ölen NICHT enthalten

CBD (Cannabidiol):

  • Erhitztes/aktiviertes Produkt
  • In dieser Studie NICHT wirksam gegen SARS-CoV-2

→ Handelsübliche CBD-Produkte enthalten meist KEIN CBDA!


🔬 Technische Details für Fachpersonen

Affinitätsselektions-Methode:

  • Nutzung von MagMASS (Magnetic Microbead Affinity Selection Screening)
  • ACE2-Peptid als molekularer Köder (Aminosäuren 331-524)
  • LC-MS/MS (Flüssigchromatographie-Tandem-Massenspektrometrie) zur Identifikation

Getestete Zelllinien:

  • Säugetier-Zelllinien für Zytotoxizitätstests
  • Pseudovirus-Assays zur Messung der Viruseintritts-Hemmung

📚 Zusammenfassung für Laien

Was wurde untersucht?
Forscher der Oregon State University testeten, ob natürliche Inhaltsstoffe aus Hanf das Coronavirus daran hindern können, in menschliche Zellen einzudringen.

Was wurde gefunden?
Zwei Cannabinoid-Säuren (CBDA und CBGA) aus rohem Hanf können das Spike-Protein von SARS-CoV-2 blockieren – auch bei Virus-Mutationen.

Was bedeutet das?
Diese Entdeckung könnte zur Entwicklung neuer vorbeugender oder therapeutischer Mittel gegen COVID-19 führen. ABER: Es handelt sich um Laborstudien, KEINE Studien am Menschen. Cannabis rauchen oder normales CBD-Öl schützen NICHT vor Corona!

Nächste Schritte:
Klinische Studien am Menschen sind nötig, um zu prüfen, ob CBDA und CBGA sicher und wirksam beim Menschen eingesetzt werden können.


🔗 Weiterführende Links

aus dem Englischen übersetzt mit Claude.ai

ARA 620 UHP Feldspritze

Ausgestattet mit Plant-by-Plant™-Künstlicher Intelligenz (KI) wendet ARA™ Pflanzenschutzmittel nur dort an, wo sie benötigt werden. ARA ist das einzige intelligente Spritzgerät, das nicht-selektive Herbizide sicher einsetzt, wodurch die Betriebs- und Arbeitskosten gesenkt und gleichzeitig der Ertrag gesteigert werden.

Ultrapräzises Spritzen

Die Feldspritze ARA™ erzielt eine Spritzfläche von 6 × 6 cm, sodass sie näher an die Pflanzen herankommt und die Unkrautbekämpfung maximiert – sogar zwischen den Pflanzen, ohne diese zu schädigen. Diese hohe Präzision ermöglicht den sicheren Einsatz von selektiven undnicht-selektiven Herbiziden.

Vorteile

Produktflexibilität

Plant-by-Plant™ KI ermöglicht die präzise Ausbringung jeder Art von Pflanzenschutzmittel mit einer einstellbaren Sicherheitszone.

Ertragssteigerung

Unsere Technologie sorgt für gesündere Bestände und höhere Erträge, da die Kulturpflanzen unberührt bleiben.

Gewinnsteigerung

Um bis zu 95% reduzierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und geringere Kosten für manuellen Arbeitsaufwand.

Schneller Return on Investment

Amortisation in ca. zwei bis vier Jahren, je nach Größe des Betriebs.

mehr zu lesen auf https://ecorobotix.com/

Uni Bozen entwickelt “Superpflanzen” für eine bessere Umwelt

An der Freien Universität Bozen wurde erstmals eine vollständig biohybride Pflanze entwickelt, die dank integrierter Nanopartikel mehr Sonnenlicht absorbieren kann. Dies ermöglicht eine effizientere CO₂-Aufnahme aus der Atmosphäre, aber auch neues Potenzial für die Gewinnung erneuerbarer Energie.

Grüne Technologien werden vielfach mit Solarpaneelen, energieeffizienten Gebäuden oder Elektrofahrzeugen assoziiert. Doch auch Pflanzen könnten Teil dieser technologischen Lösungen werden. Den Weg dazu ebnet ein Forschungsteam an der Fakultät für Ingenieurwesen der Freien Universität Bozen. In Zusammenarbeit mit anderen Forschenden der Universität sowie internationalen Forschungszentren haben sie die erste vollständig biohybride Pflanze entwickelt. Durch das Einbringen von Nanopartikeln direkt in die Pflanze konnten das Forschungsteam deren Fähigkeit zur Aufnahme von Sonnenlicht steigern, ihr Wachstum fördern und damit den Weg für zahlreiche Anwendungen ebnen – von der Bindung von CO₂ aus der Atmosphäre bis hin zur Erzeugung von Bioenergie.

Doch was genau ist eine biohybride Pflanze? Dabei handelt es sich um einen lebenden Organismus, in dem biologische Elemente, also die Pflanze selbst, mit technologischen Komponenten wie etwa leitfähigen Materialien kombiniert werden. So entsteht ein Hybrid aus Natur und Technologie, bei dem natürliche Funktionen der Pflanze wie Photosynthese, Wachstum oder Reizempfindlichkeit durch ingenieurtechnisch entwickelte Elemente ergänzt oder verstärkt werden.

Als biologisches Element nutzten die Forschenden der unibz in der Studie Pflanzen der Art Arabidopsis thaliana, die in der Pflanzenforschung breite Anwendung findet. Die technologische Komponente bestand aus Nanopartikeln aus dem organischen Polymer P3HT. Dabei handelt es sich um eine lange Kette aus vielen kleinen, sich wiederholenden molekularen Einheiten mit Kohlenstoffatomen, deren Struktur mit einer Perlenkette vergleichbar ist. Dieses Material ist elektrisch leitfähig und wird bereits für die Entwicklung flexibler Solarzellen sowie für Anwendungen der sogenannten grünen Elektronik erforscht. Aufgrund ihrer extrem geringen Größe – etwa 500-mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares – können die Nanopartikel von den Pflanzenwurzeln aufgenommen und bis in die Blätter transportiert werden.

Wie die Studie zeigt, werden die biokompatiblen Nanopartikel von den Pflanzen auf natürliche Weise aufgenommen, ohne das Wachstum zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: Sie verbessern die Eigenschaften der Pflanzen, indem sie deren Wachstum und Photosynthese fördern. Sobald sie die Blätter erreichen, wirken die P3HT-Nanopartikel wie winzige Antennen, die auch grünes Licht absorbieren können. Da Pflanzen sonst hauptsächlich rotes und blaues Licht nutzen, verbessert sich dadurch ihre Fähigkeit zur Lichtaufnahme. Die zusätzliche Energie steigert die Photosynthese, was einerseits zu einer höheren CO₂-Aufnahme aus der Atmosphäre und andererseits zu stärkerem Pflanzenwachstum führt. Die Studie zeigt, dass mit P3HT-Nanopartikeln behandelte Pflanzen deutlich stärker wachsen als die Kontrollpflanzen. Sie entwickeln fast doppelt so lange Wurzeln und bilden mehr Biomasse.

„Diese Studie stellt das erste Beispiel einer biohybriden Pflanze dar, die durch das direkte Einbringen von P3HT-Nanopartikeln in die Pflanze selbst erzeugt wurde. In früheren Arbeiten wurde jeweils nur ein Teil der Pflanze – etwa ein Blatt oder die Wurzeln – mit künstlichen Komponenten verbunden“, erklärt Manuela Ciocca, Erstautorin und Initiatorin der Studie. „Diese Technologie eröffnet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, da sie es erlaubt, die Eigenschaften pflanzlicher Organismen zu verändern, ohne deren DNA zu modifizieren, und Organismen mit verbesserten Eigenschaften zu schaffen. Die Einsatzfelder sind sehr vielfältig – von nachhaltiger Landwirtschaft bis hin zu erneuerbaren Energien: Diese Pflanzen können mehr CO₂ binden, mehr Sauerstoff produzieren und zu den grünen Energiesystemen der Zukunft beitragen“, so Ciocca.

Die Studie wurde vom Sensing Technologies Lab der unibz unter der Leitung von Professorin Luisa Petti durchgeführt, in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften, dem Kompetenzzentrum für Pflanzengesundheit sowie der Forschungsgruppe PRIME (Printable Materials for Sustainable Optoelectronics & Photonics) der unibz. Weitere Partner waren die Fondazione Bruno Kessler, Eurac Research, die Ludwig-Maximilians-Universität München, das Istituto dei Materiali per l’Elettronica e il Magnetismo (IMEM) des Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR) sowie Elettra Sincrotrone Trieste.

Der wissenschaftliche Artikel mit dem Titel „Conjugated Polymer Nanoparticles Boosting Growth and Photosynthesis in Biohybrid Plants“ (Nanopartikel konjugierter Polymere zur Steigerung von Wachstum und Photosynthese in biohybriden Pflanzen, Anm. d. Red.) wurde als Titelgeschichte in der Fachzeitschrift Materials Horizons der Royal Society of Chemistry veröffentlicht und zudem in die Sammlung „Most Popular Articles 2025“ aufgenommen.

Quelle: https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/uni-bozen-entwickelt-superpflanzen-fuer-eine-bessere-umwelt

Gut­ar­tige Pilze schüt­zen vor Fich­ten­na­delbla­sen­rost

Fichtennadelblasenrost, eine Pilzerkrankung, bedroht immer mehr heimische Fichtenwälder. Doch einige Fichten scheinen resistent zu sein. Ein Innsbrucker Forschungsteam hat nun entdeckt, woran das liegt: Eine gutartige Pilzart schützt den Baum, indem sie das Wachstum des Nadelrostpilzes hemmt. Gelingt es, weitere Fungizide zu identifizieren, könnten Fichtenwälder biologisch und nachhaltig vor dem Befall mit Nadelblasenrost geschützt werden.

“Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter…“ – unter den Christbäumen, die in den Haushalten im deutschsprachigen Raum geschmückt werden, erfreut sich die (Nordmann-)Tanne statistisch gesehen der größten Beliebtheit: Die dunkelgrünen Tannennadelnhalten länger auf den Ästen als bei einer Fichte, deren Nadeln deutlich schneller trocknen.

Doch nicht nur in warmen Wohnzimmern lassen sich trockene bzw. braune Fichtennadeln feststellen, sondern auch in der freien Natur: Die Gewöhnliche Fichte (Picea abies) ist die in Österreich am häufigsten vorkommende Baumart, doch der menschengemachte Klimawandel setzt die Fichtenwälder unter Druck: Wärmere Temperaturen und damit in Verbindung stehender Trockenstress machen die Fichten zu willkommenen Wirtsbäumen für Schädlinge und pflanzliche Krankheitserreger. Immer häufiger sind Fichtenwälder von Fichtennadelblasenrost(Chrysomyxa rhododendri) betroffen. Die Pilzerkrankung zeigt sich in rostig verfärbten Nadeln und schadet der Vitalität von ausgewachsenen Bäumen. In jungen Beständen kann die Krankheit sogar zum Absterben einzelner Bäume führen.

Im Rahmen eines vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierten Projekts geht ein Innsbrucker Forschungsteam am Institut für Pharmazie rund um den Chemiker Mostafa Alilou nun der Frage nach, wie Fichten auf natürliche und nachhaltige Weise vor dem Pilzbefall geschützt werden können.

Nicht alle Fichten befallen

Beim Fichtennadelblasenrost handelt es sich um einen heterözischen Erreger, das bedeutet, dass der Parasit seinen Lebenszyklus nicht auf einem einzigen Wirt abschließen kann, sondern mindestens zwei Wirte benötigt: Er „überwintert“ auf den Blättern der Alpenrose (auch Almrose, Rhododendron spp.) und infiziert gegen Ende des Frühlings bzw. im Frühsommer die jungen – also diesjährigen – Fichtennadeln. Im Spätsommer befallen die auf den erkrankten Fichtennadeln produzierten Pilzsporen wieder die Pflanzen der Alpenrose und schließen den Lebenszyklus ab.

Fichtenzweig mit infizierten, gelb verfärbten Nadeln auf schwarzem Hintergrund
Nahaufnahme von Nadeln, die mit Chrysomyxa rhododendri befallen sind: Gut sichtbar sind die auffälligen Verfärbungen und die Sporenlager des Pilzes.  

„In Fichtenwäldern lässt sich jedoch ein interessantes Muster feststellen“, betont Projektleiter Mostafa Alilou. „Einige Bäume bleiben völlig gesund, auch, wenn sie direkt neben stark befallenen Nachbarbäumen wachsen.“ Im Rahmen des Projekts EndRust testet das Forschungsteam nun eine vielversprechende Hypothese: In den Nadeln, Ästen und Stämmen der gesunden Bäume fanden sie „freundliche“, symbiotische Mikroorganismen – endophytische Pilze, welche die natürliche Widerstandsfähigkeit der Fichte gegen die Rostkrankheit stärken. 

„Aus einer dieser rostresistenten Fichten in den Tiroler Alpen haben wir mehrere endophytische Pilze aus den Nadeln isoliert“, schildert Alilou. Bei einer anschließenden Kultivierung der Endophyten auf Reis bzw. Müsli, produzierten diese Pilze antimykotische Verbindungen: „Antimykotische Mittel sind in der Lage, Pilzinfektionen zu bekämpfen, indem sie das Wachstum von bestimmten Pilzarten hemmen“, erklärt Alilou. Im Labor verhinderten die neu entdeckten Mikroorganismen unter anderem das Wachstum von Grauschimmel, der in den Experimenten als Testerreger eingesetzt wurde. 

Die Antimykotika wurden anschließend mithilfe verschiedener Analysemethoden isoliert und charakterisiert. Nun skaliert das Projektteam die bioaktiven Substanzen für Umweltstudien an Fichtenkeimlingen, um ihre Fähigkeit zur Unterdrückung von Rostinfektionen zu bewerten. Langfristiges Ziel des Forschungsteams ist es, weitere natürliche Fungizide zu finden und damit die Entwicklung biologischer und nachhaltiger Bekämpfungsstrategien voranzutreiben. In Zukunft könnten ausgewählte natürliche Pilzarten in Bäume eingeführt werden, um Fichtenwälder vor einem Befall mit Nadelblasenrost zu schützen und die Bäume für kommende Generationen zu erhalten.

Quelle: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2025/gutartige-pilze-schutzen-vor-fichtennadelblasenrost/