{"id":92,"date":"2026-01-15T16:02:40","date_gmt":"2026-01-15T15:02:40","guid":{"rendered":"https:\/\/holos.ch\/blog\/?p=92"},"modified":"2026-01-15T16:02:40","modified_gmt":"2026-01-15T15:02:40","slug":"biologischer-pflanzenschutz-leicht-gemacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holos.ch\/blog\/biologischer-pflanzenschutz-leicht-gemacht\/","title":{"rendered":"Biologischer Pflanzenschutz leicht gemacht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von der Planung bis zur Bek\u00e4mpfung N\u00fctzlingsf\u00f6rderung<\/strong>: N\u00fctzlinge sind die nat\u00fcrlichste Art der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung. Sie k\u00f6nnen im Garten durch eine hohe Biodiversit\u00e4t und ein grosses Angebot an Verstecken und Nisthilfen gef\u00f6rdert werden. Sind innert kurzer Zeit viele N\u00fctzlinge n\u00f6tig, k\u00f6nnen bei Andermatt Biogarten verschiedene Arten bezogen und ausgebracht werden. Ein fr\u00fchzeitiges Ausbringen von N\u00fctzlingen ist empfehlenswert, damit sich die Sch\u00e4dlingspopulation nicht\u00a0vergr\u00f6ssern kann. Befallskontrollen: Eine regelm\u00e4ssige Kon trolle auf Sch\u00e4dlings und Krankheitsbefall kann gr\u00f6ssere Probleme verhindern. Der Einsatz von Fallen erleichtert die Kontrollen und die \u00dcberwachung der Sch\u00e4dlinge und hat\u00a0gleichzeitig eine dezimierende Wirkung. Wichtig ist, dass rechtzeitig (d.\u2009h. bereits bei geringem Befall) auf einen Sch\u00e4dling reagiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hygienemassnahmen<\/strong>: Vor allem zur Vorbeu gung gegen etliche pilzliche Krankheiten, aber auch gegen gewisse Sch\u00e4dlinge (z.\u2009B. Rosenbl\u00fctenstecher) sind Hygienemass nahmen wichtig. Dazu werden Str\u00e4ucher, B\u00e4ume und verholzende Beeren so geschnitten, dass gen\u00fcgend Luft in den Bestand gelangt und sie gut abtrocknen k\u00f6nnen. Krankes und befalle nes Pflanzenmaterial sollte entsorgt werden. Pflanzen aus der gleichen Familie sollten im n\u00e4chsten Jahr nicht am selben Ort angebaut werden (Fruchtfolge). Standort: Die Wahl einer an den Standort angepassten Pflanze ist eine wichtige Vorbeu gung gegen Krankheiten. Dazu geh\u00f6rt, dass man sich vor der Pflanzung \u00fcberlegt, welche Anspr\u00fcche die Pflanzen haben und ob diese am gew\u00fcnschten Standort erf\u00fcllt sind. Solche Informationen sind auf den Pflanzetiketten beim Kauf zu finden. Wichtig ist, dass nur winterharte Pflanzen ausgepflanzt werden. \u00dcberwinternde Pflanzen k\u00f6nnen zwar mehrere Jahre alt werden, brauchen jedoch im Winter einen Schutz oder sollten an einen gesch\u00fctzten Standort gepflanzt werden. Bei Pflanzen in Topfgef\u00e4ssen sollte der Topf im Winter immer mit einem Winterschutz gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fungizide nur vorbeugend einsetzbar<\/strong>: Fungizide bilden einen Schutzfilm auf dem Blatt, auf dem Pilzsporen nicht mehr aus keimen k\u00f6nnen. Dieser Schutzfilm muss dauernd, vor allem bei feuchter Witterung, vorhanden sein. Aus diesem Grund m\u00fcssen die meisten Fungizide vorbeugend ab Blattaustrieb gespritzt werden. Die Behandlung sollte anschliessend regelm\u00e4ssig wiederholt werden. Wachsen die Pflanzen stark oder ist das Wetter feucht, muss dieses Intervall k\u00fcrzer gew\u00e4hlt werden als bei trockenem Wetter. Gegen gewisse Krankheiten reicht auch eine einmalige An wendung. Genauere Informationen entnehmen Sie den Spritzpl\u00e4nen. Kulturschutznetze: Der Einsatz von Kultur- schutznetzen (Schutznetze, Trauben-Schutztaschen) ist eine sinnvolle Alternative zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Ein rechtzeitiges Einnetzen der Pflanzen verhindert den Einflug von Sch\u00e4dlingen in Kulturen oder Obst b\u00e4ume. Bei bl\u00fchenden Kulturen darf das Netz erst nach dem Ende der Bl\u00fcte aufgeh\u00e4ngt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pflanzenst\u00e4rkung<\/strong>: Als Pflanzenst\u00e4rkungsmit tel werden Produkte auf pflanzlicher, mikrobi eller oder mineralischer Basis bezeichnet. Sie erh\u00f6hen die Widerstandsf\u00e4higkeit der Pflanzen gegen Schadorganismen und verbessern generell die Pflanzengesundheit und das Pflanzenwachstum. Beispiele biologischer Pflanzenst\u00e4rkungsmittel sind pflanzliche Extrakte wie Br\u00fchen und Jauchen aus Schachtelhalm und Brennnesseln. Ebenfalls dazu geh\u00f6ren Wurzeln besiedelnde Bodenbakterien und andere Mikroorganismen sowie Steinmehle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tabellen und weitere Infos sind hier zu finden: <a href=\"https:\/\/www.biogarten.ch\/ABG\/dokumente\/service\/abg-pflegeplan-de.pdf\">abg-pflegeplan-de.pdf (biogarten.ch)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: Andermatt Biocontrol<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Planung bis zur Bek\u00e4mpfung N\u00fctzlingsf\u00f6rderung: N\u00fctzlinge sind die nat\u00fcrlichste Art der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung. Sie k\u00f6nnen im Garten durch eine hohe Biodiversit\u00e4t und ein grosses Angebot an Verstecken und Nisthilfen gef\u00f6rdert werden. Sind innert kurzer Zeit viele N\u00fctzlinge n\u00f6tig, k\u00f6nnen bei Andermatt Biogarten verschiedene Arten bezogen und ausgebracht werden. 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