{"id":90,"date":"2026-01-09T16:14:48","date_gmt":"2026-01-09T15:14:48","guid":{"rendered":"https:\/\/holos.ch\/blog\/?p=90"},"modified":"2026-01-09T16:14:48","modified_gmt":"2026-01-09T15:14:48","slug":"produktion-mehr-nahrung-mit-weniger-ressourcen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holos.ch\/blog\/produktion-mehr-nahrung-mit-weniger-ressourcen\/","title":{"rendered":"Produktion: Mehr Nahrung mit weniger Ressourcen"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine der gr\u00f6ssten Herausforderungen dieses Jahrhunderts wird die sichere und nachhaltige Ern\u00e4hrung von voraussichtlich zehn Milliarden Menschen sein. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es eine deutlich produktivere Landwirtschaft. Nat\u00fcrliche Ressourcen wie Fl\u00e4chen oder Wasser werden knapper und m\u00fcssen gesch\u00fctzt werden. Um mit \u00abweniger mehr zu produzieren\u00bb brauchen wir neue Technologien, die vom Input \u00fcber Aussaat und Ernte bis zum Konsumenten f\u00fcr mehr Ressourceneffizienz sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weltbev\u00f6lkerung w\u00e4chst.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/globale-fakten-zu-welternaehrung-und-landwirtschaft\">Bis zum Jahr 2050 werden gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen der Vereinten Nationen fast zehn Milliarden Menschen auf der Erde leben.<\/a>&nbsp;Gleichzeitig gehen die zur Verf\u00fcgung stehenden fruchtbaren Fl\u00e4chen zur\u00fcck. Und es gilt, Fl\u00e4chen zu sparen, weil W\u00e4lder und naturbelassener Boden viel CO2 speichern k\u00f6nnen. Biodiversit\u00e4tsfl\u00e4chen sind zudem Heimat f\u00fcr unz\u00e4hlige Lebewesen. Das heisst:&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/produktive-landwirtschaft-fuer-klima-und-biodiversitaet\">Die landwirtschaftliche Produktion sollte \u00abverdichtet\u00bb und nicht extensiviert werden.<\/a>&nbsp;Auf kleinerer Nutzfl\u00e4che muss die Produktivit\u00e4t gesteigert und die Ressourceneffizienz erh\u00f6ht werden. Dies kann nur gelingen, wenn Landwirte auf der ganzen Welt einen vollen Werkzeugkasten an Technologien besitzen. Dies setzt Offenheit gegen\u00fcber Innovationen der Agrarforschung voraus.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Technologie f\u00fcr mehr Produktivit\u00e4t<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Umfassende Ressourceneffizienz ist eine der grossen Herausforderungen \u2013 umfassend heisst&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/produktive-landwirtschaft-fuer-klima-und-biodiversitaet\">effizienter Umgang mit Finanzen, Energie, Arbeitskr\u00e4ften und nat\u00fcrlichen Ressourcen<\/a>. Eine Schl\u00fcsseltechnologie, um mit weniger Ressourcen h\u00f6here Ertr\u00e4ge erzielen zu k\u00f6nnen, ist die Genom-Editierung. Sie setzt am Anfang der Nahrungsmittelproduktion an: Bei der Z\u00fcchtung von ertragreichen und robusten Sorten. Klassische Z\u00fcchtungsmethoden bleiben wichtig. Schliesslich haben wir viele Sorten, die uns ans Herz gewachsen sind, auf diese Weise erreicht.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/bewaehrte-sorten-staerken\">Doch die Genom-Editierung kann bew\u00e4hrte Sorten verbessern, indem sie diese beispielsweise resistenter gegen\u00fcber Trockenheit oder Hitze macht.<\/a>&nbsp;So k\u00f6nnen knappe Wasserressourcen eingespart werden. Auch gegen Sch\u00e4dlinge, die sich auf Grund des Klimawandels immer weiter ausbreiten,&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/klimawandel-erfordert-praezisionszuechtung\">kann die Genom-Editierung ein \u00abGamechanger\u00bb sein<\/a>. So lassen sich Pflanzen mit Resistenzen gegen bestimmte Krankheiten und Schadorganismen ausstatten. Der Effekt: Auf den begrenzten Fl\u00e4chen gehen weniger Pflanzen ein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pr\u00e4zision dank Digitalisierung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Mehr Pr\u00e4zision ist dringend n\u00f6tig, um auf den bestehenden Fl\u00e4chen Ressourcen so optimal und effizient wie m\u00f6glich einzusetzen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/die-naechste-landwirtschaftliche-revolution\">Deshalb spielen digitale Technologien auch in der Landwirtschaft eine immer wichtigere Rolle.<\/a>&nbsp;Sie erm\u00f6glichen eine Pr\u00e4zisionslandwirtschaft. GPS-gesteuerte Drohnen und Roboter bringen Pflanzenschutzmittel, D\u00fcnger und Wasser nur exakt dort aus, wo dies ben\u00f6tigt wird.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/die-zukunft-liegt-in-der-praezisionslandwirtschaft\">Mithilfe von K\u00fcnstlicher Intelligenz und Deep Learning versuchen forschende Agrarunternehmen schon heute, rasch neue geeignete Molek\u00fcle f\u00fcr nachhaltige Pflanzenschutz-Wirkstoffe zu finden.<\/a>&nbsp;Auch Pflanzenschutzmittel tragen dazu bei, Food Loss auf dem Acker und Food Waste durch Verderben \u00fcber die ganze Lebensmittelkette zu verringern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Labors und Tanks als Produktionsst\u00e4tten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die knappen nat\u00fcrlichen Ressourcen werden nicht reichen, um 10 Milliarden Menschen gesund und nachhaltig zu ern\u00e4hren.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/von-der-stammzelle-zum-steak\">Deshalb forschen derzeit immer mehr Nahrungsmittelhersteller an \u00abk\u00fcnstlichem\u00bb Fleisch aus dem Labor \u2013 sogenanntem \u00abCultured Meat\u00bb.<\/a>&nbsp;Auch&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/nachhaltige-ernaehrung-mit-algen\">Algen k\u00f6nnten dereinst ein wichtiges Puzzleteil in der Lebensmittelproduktion darstellen<\/a>. Sie sind n\u00e4hrstoffreich, platzsparend und eignen sich als Nahrung f\u00fcr Menschen und Tiere.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/insekten-die-proteinquelle-von-morgen\">Weitere alternative Proteinquellen sind Insekten.<\/a>&nbsp;F\u00fcr die Versorgung grosser St\u00e4dte mit Frischprodukten k\u00f6nnte&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/vertical-farming-fuer-stadtbevoelkerung\">Vertical Farming<\/a>&nbsp;wichtiger werden. Genierell \u00e4ndern sich die Pr\u00e4ferenzen der Konsumentinnen und Konsumenten. Das Interesse an&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/corona-sorgt-f%C3%BCr-boom-bei-functional-food\">gesundheitsf\u00f6rdernden Lebensmitteln sowie Nahrungserg\u00e4nzungsmitteln<\/a>&nbsp;w\u00e4chst. Die meisten der Erg\u00e4nzungsstoffe stammen aus Reinheits- und Ressourceneffizienzgr\u00fcnden aus dem Labor.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zugang zu Vitaminen verbessern<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Rund zwei Milliarden Menschen befinden sich in einer \u00abMikron\u00e4hrstoffl\u00fccke\u00bb. Das heisst: Sie haben ungen\u00fcgenden Zugang zu ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen. Der EAT Lancet Report sch\u00e4tzt deshalb, dass die&nbsp;<a href=\"https:\/\/eatforum.org\/content\/uploads\/2019\/07\/EAT-Lancet_Commission_Summary_Report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gem\u00fcse- und Fr\u00fcchteproduktion bis 2050 verdoppelt<\/a>&nbsp;werden muss, damit f\u00fcr die gesamte Weltbev\u00f6lkerung eine gesunde, ausgewogene Ern\u00e4hrung m\u00f6glich ist. Heute konsumiert nur ein Bruchteil der Weltbev\u00f6lkerung die empfohlenen Mengen an Obst und Gem\u00fcse. Neben einer gesteigerten Fr\u00fcchte- und Gem\u00fcseproduktion werden aber auch&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/corona-sorgt-f%C3%BCr-boom-bei-functional-food\">Nahrungserg\u00e4nzungsmittel sowie angereicherte Lebensmittel<\/a>&nbsp;eine immer wichtigere Rolle spielen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/endlich-goldene-zeiten-fuer-den-golden-rice\">Bestes Beispiel daf\u00fcr ist der sogenannte \u00abGolden Rice\u00bb.<\/a>&nbsp;Der mit Vitamin-A angereicherte Reis hat auf den Philippinen unl\u00e4ngst die Zulassung erhalten und k\u00f6nnte in Zukunft Millionen von Kindern vor einem Vitamin-A-Mangel und einer damit verbundenen Erblindung oder dem Tod bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele dieser beispielhaft aufgef\u00fchrten L\u00f6sungen erfordern die \u00dcberwindung bisheriger Denkschemen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/natuerlich-ist-gesund-chemie-ist-gift\">\u00abNat\u00fcrlich ist gut, k\u00fcnstlich ist gef\u00e4hrlich\u00bb<\/a>&nbsp;hat als simpelster aller Narrative ausgedient.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/synthetisch-bietet-viele-vorteile\">Wirklich nachhaltige L\u00f6sungen k\u00f6nnen durchaus aus dem Labor kommen<\/a>&nbsp;\u2013 \u00ablab based sustainability\u00bb eben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ressourcenschonende Produktion in&nbsp;<\/strong><strong>und aus der forschenden Industrie<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.scienceindustries.ch\/article\/22559\/bio-treibstoff-aus-reststoffen-der-landwirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alternative Treibstoffe aus pflanzlichen Abfallprodukten sparen CO2 ein, ohne die Lebensmittel\u00adpro\u00adduk\u00adtion zu konkurrenzieren.<\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/vanillearoma-aus-kunststoffabfall\">Aromen k\u00f6nnen aus Kunststoffabf\u00e4llen entstehen:<\/a>&nbsp;Die Kreislaufwirtschaft gewinnt an Bedeutung. Wo sinnvoll und nachhaltiger werden tierische durch pflanzliche Rohstoffe ersetzt. So entstehen zum Beispiel&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.scienceindustries.ch\/article\/14267\/forschungsteam-entwickelt-nachhaltige-riechstoffingredienzen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Riechstoffingredienzien aus fermentiertem Zuckerrohr<\/a>&nbsp;statt tierischen Ursprungs.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.scienceindustries.ch\/article\/12818\/responsible-care-programm-unser-einsatz-fuer-die-nachhaltigkeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die forschende Industrie entwickelt und betreibt ihre Anlagen so, dass der sich weiterentwickelnde Stand an Sicherheit, Gesundheits\u2010 und Umweltschutz sichergestellt ist.<\/a>&nbsp;Sie ist bestrebt, innovative Produkte zu entwickeln und herzustellen, die sicherer und umweltvertr\u00e4glicher produziert, transportiert, angewendet und entsorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/\">https:\/\/swiss-food.ch\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der gr\u00f6ssten Herausforderungen dieses Jahrhunderts wird die sichere und nachhaltige Ern\u00e4hrung von voraussichtlich zehn Milliarden Menschen sein. 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