{"id":85,"date":"2025-12-24T13:33:55","date_gmt":"2025-12-24T12:33:55","guid":{"rendered":"https:\/\/holos.ch\/blog\/?p=85"},"modified":"2025-12-24T13:33:55","modified_gmt":"2025-12-24T12:33:55","slug":"neue-zuechtungstechnologien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/holos.ch\/blog\/neue-zuechtungstechnologien\/","title":{"rendered":"Neue Z\u00fcchtungstechnologien"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die wichtigsten Fakten<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit neue Z\u00fcchtungstechnologien wie der Genschere CRISPR\/Cas k\u00f6nnen zielgenaue Eingriffe im Erbgut einer Pflanze durchgef\u00fchrt werden. Das erm\u00f6glicht die effiziente Z\u00fcchtung robuster und ertragreicher Sorten. Im Wettlauf mit dem Klimawandel sind angepassten Pflanzensorten dringend n\u00f6tig, um die Ern\u00e4hrungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Folgend die wichtigsten Fakten zu neuen Z\u00fcchtungstechnologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Landwirtschaft steht unter Druck. Aufgrund der sich wandelnden klimatischen Bedingungen und vermehrt auftretender Wetterextreme ist der Anbau vieler Kulturen anspruchsvoller geworden. Dennoch erwarten Konsumenten, Verarbeiter und Handel regionale und qualitativ hochstehende Produkte zu erschwinglichen Preisen. Und den Landwirten stehen immer weniger M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, um ihre Kulturen effizient zu sch\u00fctzen. Den Neuen Z\u00fcchtungstechnologien (NZT) kommt diesbez\u00fcglich eine zentrale Rolle zu. Sie k\u00f6nnen in Zukunft einen wichtigen Beitrag f\u00fcr eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft leisten. Doch jede Weiterentwicklung \u2013 auch ohne Erbmaterial jenseits der Artgrenze (transgene DNA) \u2013 ist heute durch das Gentech-Moratorium (mit)blockiert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Klassische Mutagense nutzt Radioaktivit\u00e4t<\/h4>\n\n\n\n<p>Die klassische Mutagenese ist seit vielen Jahrzehnten eine bew\u00e4hrte Z\u00fcchtungsmethodik. Sie ruft durch radioaktive Bestrahlung oder den Einsatz von Chemikalien ungezielt Ver\u00e4nderungen im Erbgut einer Pflanze hervor. Ihre Produkte haben keine negativen Effekte auf Mensch, Tier und Umwelt und gelten nicht als gentechnisch ver\u00e4nderte Organismen. Sie werden auch im Biolandbau angebaut. In der Schweiz kommen sehr viele Sorten auf die Felder, deren Eigenschaften durch klassische Mutagenese gez\u00fcchtet wurden. Praktisch jeder Pastaweizen basiert auf einer solchen Mutationsz\u00fcchtung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">NZT sanfter und pr\u00e4ziser<\/h4>\n\n\n\n<p>NZT ohne transgene DNA sind eine sanftere und pr\u00e4zisere Weiterentwicklung der klassischen Mutagenese. Es ist damit m\u00f6glich, durch gezielte, geringf\u00fcgige Ver\u00e4nderungen im Erbgut bereits bestehende Sorten robuster gegen Hitze, Pilze oder Sch\u00e4dlinge zu machen. Auch k\u00f6nnen mit NZT Gene aus dem gleichen Genpool (cisgen = innerhalb der Artgrenze) \u00fcbertragen werden, viel effizienter als das mit herk\u00f6mmlicher Z\u00fcchtung m\u00f6glich ist. Ein in der Schweiz bekanntes Problem ist beispielsweise die Kraut- und Knollenf\u00e4ule. G\u00e4ngige Kartoffelsorten k\u00f6nnten heute durch NZT mit Resistenzgenen aus dem eigenen Genpool gegen diese Pilzkrankheit immunisiert werden. Gleiches gilt f\u00fcr bekannte Rebsorten, die gegen Mehltau resistent gemacht werden k\u00f6nnten.&nbsp;<a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/artikel\/10-anwendungen-neuer-zuechtungstechnologien-fuer-die-schweiz\">Auf swiss-food.ch ist eine Liste mit zehn Anwendungen neuer Z\u00fcchtungstechnologien f\u00fcr die Schweiz zu finden<\/a>. So kann mit neuen Z\u00fcchtungstechnologien So kann auf grosse Herausforderungen im Anbau reagiert und gleichzeitig der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Schweiz reduziert werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Gleiches Resultat wie bei Kreuzz\u00fcchtung<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Unterscheidung zwischen transgener DNA und DNA aus dem gleichen Genpool wird zur Regulierung weltweit h\u00e4ufig verwendet. Neue Z\u00fcchtungstechnologien ohne transgenes Erbmaterial haben wenig mit der klassischen Gentechnik gemein. Sie l\u00f6sen Ver\u00e4nderungen im Genom (Mutation) aus oder bringen arteigene Gene ein. Solche Ver\u00e4nderungen sind auch durch die Natur oder durch klassische Z\u00fcchtung m\u00f6glich, jedoch zuf\u00e4lliger und somit seltener.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/swiss-food.ch\/files\/imported\/NZT.PNG\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/swiss-food.ch\/\">https:\/\/swiss-food.ch\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wichtigsten Fakten Mit neue Z\u00fcchtungstechnologien wie der Genschere CRISPR\/Cas k\u00f6nnen zielgenaue Eingriffe im Erbgut einer Pflanze durchgef\u00fchrt werden. Das erm\u00f6glicht die effiziente Z\u00fcchtung robuster und ertragreicher Sorten. Im Wettlauf mit dem Klimawandel sind angepassten Pflanzensorten dringend n\u00f6tig, um die Ern\u00e4hrungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Folgend die wichtigsten Fakten zu neuen Z\u00fcchtungstechnologien. 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