Pflanzen stärken – Boden beleben

Liebe Freunde des Bodenlebens Ganz nach unserem Leitspruch: „Pflanzen stärken – Boden beleben“ richten wir unser gesamtes Konzept aus. Unser Ziel ist es, Lösungen anzubieten, die das Pflanzenwachstum fördern und gleichzeitig die Bodengesundheit nachhaltig unterstützen.    
Magnesium Versorgung im Frühling    

Magnesium im Frühjahr:

Warum der „Motor“ oft stottert Seit fünf Jahren landen Blattsaftanalysen aus der ganzen Schweiz auf meinem Schreibtisch. Mittlerweile sind es mehrere tausend – und ich habe jede einzelne davon persönlich bewertet. Langweilig? Ganz im Gegenteil. Hinter jedem Ergebnis steckt eine eigene Geschichte vom Feld, und es ist faszinierend zu sehen, was uns die Pflanzen schwarz auf weiss verraten. Ein Bild wiederholt sich im Frühjahr jedoch fast mit Sicherheit:

Massiver Magnesiummangel.

Es gibt drei Hauptgründe, warum eure Kulturen bald einen Magenisum Mangel haben: Blockade durch Kälte: Magnesium ist im Boden stark gebunden. Solange die Böden kühl sind und das Bodenleben (die mikrobielle Aktivität) noch im Winterschlaf steckt, wird wenig Magnesium nachgeliefert.

Der Stickstoff-Gegenspieler: Wintergetreide und Raps brauchen früh Stickstoff. Das Problem: Die Stickstoffdüngung verdrängt die Magnesium Aufnahme. Nitrat schiesst förmlich in die Pflanze und lässt das Magnesium links liegen, während Ammonium die Aufnahme direkt blockiert (Antagonismus).

Wachstumsschub: Im vegetativen Stadium wird in Rekordzeit Blattmasse aufgebaut. Magnesium ist das Herzstück des Chlorophylls. Ohne Magnesium kein Blattgrün, ohne Blattgrün keine Photosynthese. Diese Faktoren führen fast zwangsläufig zum Mangel.

Meine Empfehlung aus der Praxis: Nach jeder Stickstoffgabe gehört eine Magnesium-Blattdüngung dazu. Die Lösung: Effizienz statt purer Menge Wir setzen auf CarboEco Mg (bis zu 5 l/ha). Warum? Weil dieser Flüssigdünger speziell formuliert wurde, um direkt in die Pflanze zu gelangen, statt nur auf dem Blatt zu kleben. Wer lieber mit klassischem Bittersalz (Magnesiumsulfat) arbeitet, muss wissen: Die Aufnahme ist pur oft bescheiden. Damit das Magnesium wirklich ankommt, braucht es einen „Türöffner“ aus Kohlenstoff. Mischt auf 10 kg Bittersalz 3–5 l Melasse und 2 l Algensaft oder Fulvinsäure als Chelator bei. Der Kohlenstoff sorgt dafür, dass die Pflanze den Nährstoff viel besser akzeptiert. Dasselbe gilt für Nährstoffe, die zusammen mit Mikroorganismen z.B. Komposttee appliziert werden. 

Wichtige Praxistipps für Bittersalz: Menge:
Bis zu 10 kg/ha sind möglich, aber Vorsicht mit dem EC-Wert der Spritzbrühe! Wasser: Fahrt bei dieser Menge mit mindestens 400 l Wasser/ha. Timing: Abends spritzen, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt. Das verhindert Blattverbrennungen und hält das Blatt länger feucht, was die Aufnahmezeit verlängert.

Praxis-Tipp: Die perfekte Mischung im Brausystem

Unsere EDAPRO Brausysteme sind die ideale „Küche“ für eure Blattdünger. Damit lassen sich auch schwerer lösliche Komponenten wie Bittersalz oder Bor vollständig auflösen und direkt im Tank mit Chelatoren verbinden. Das Ergebnis: Keine aggressiven Salze, sondern eine hochverfügbare Nährstofflösung, die von der Pflanze sofort und ohne Stress aufgenommen wird. „Wenn die Spritze für das Magnesium sowieso schon bereitsteht, sollten wir zwei weitere kritische Nährstoffe nicht vergessen, die im Frühjahr oft zur Mangelware werden“:

Bor: Da Bor im Boden extrem beweglich ist, wird es über die nassen Wintermonate ausgewaschen. Für den Zellaufbau, die Kalzium Aufnahme und die Vitalität ist es aber unverzichtbar.

Getreide: 1 – 2 l/ha einplanen.

Raps: Hier ist der Bedarf deutlich höher, plant 2 – 3 l/ha ein. Profi-Tipp: Teilt die Gabe am besten auf zwei Termine auf. Da Bor in der Pflanze kaum umverteilt wird, füttern wir so das neue Wachstum kontinuierlich nach. Molybdän: Besonders auf Standorten mit tiefem pH-Wert sehe ich in den Analysen oft einen Mangel. Hier reichen schon 0,25 l/ha in der Mischung aus, um den Stickstoffstoffwechsel der Pflanze am Laufen zu halten.     ünger     Neu bei EDAPRO: Schluss mit verstopften Düsen! Wir haben jetzt die neuen verstopfungsfreien Düsen von Lechler im Sortiment. Sie wurden speziell für die Applikation von Komposttee und Nematoden entwickelt. Damit bringst du deine Biologie und Blattdünger stressfrei aufs Feld.     Mehr Infomationen   Bio-Richtlinien & Spurenelemente: Warum sich hier etwas bewegt Die Bio Suisse lockert die Richtlinien für Blatt- und Spurenelementdünger – und das aus gutem Grund. Dank moderner Technik, wie wir sie bei unseren chelatierten Blattdüngern mit Carbonsäuren nutzen, reichen heute kleinste Mengen aus. Diese werden von der Pflanze extrem effizient übers Blatt aufgenommen, statt ungenutzt im Boden zu landen. Dank der Blattsaftanalysen können wir Mängel feststellen, bevor das Blatt mit einer Verfärbung zeigt, dass es eigentlich schon zu spät ist. Eine vorzeitige Versorgung führt zu Pflanzen, die: Das Photosynthesepotential voll ausschöpfen: Das Kraftwerk der Pflanze läuft auf Hochtouren. Mehr Wurzelexudate in den Boden pumpen: Kohlenstoff in Form von Zucker füttert das Bodenleben und fördert aktiv den Humusaufbau. Stickstoff effizient aufnehmen: Das macht sie unattraktiv für Sauginsekten wie Thripse, Blattläuse oder die Weisse Fliege – Schädlinge mögen keine Pflanzen mit sauberem Eiweissstoffwechsel. Höchste Qualität erreichen: Das sieht man am Proteingehalt, dem Hektolitergewicht und der besseren Lagerfähigkeit. Stark und widerstandsfähig wachsen: Wer von Anfang an alles hat, den wirft so schnell nichts um. Den Ertrag absichern: Nur eine Pflanze ohne Nährstoff-Stress kann ihr genetisches Potenzial auch wirklich zu hohen Erträgen bringen.    Ausschnitt aus der Schweizer FiBl Betriebsmittelliste 2026 Blatt- und Spurenelementdünger
Der Einsatz von Spurenelementdüngern (Bor, Eisen, Mangan, Molybdän, Zink) sowie von rasch wirksamen Calcium- und Magnesium-Blattdüngern ist gemäss Bio Suisse Richtlinien, Teil II, Art. 2.4.4.2 a) an folgende Bedingungen geknüpft: Der Bedarf muss nachgewiesen werden (je Element). Als Bedarfsnachweis gelten: – sichtbare Mangelerscheinungen an den Kulturpflanzen – Bodenanalysen der Parzelle (maximal 4 Jahre alt) oder Pflanzenanalyse – Pflanzensaftanalysen. Wenn sichtbare Mangelsymptome auftreten oder im Pflanzensaft einer Pflanzenfamilie deutlich wird, dass ein Spurenelement fehlt, dürfen auch andere Arten derselben Familie, die auf derselben Fläche stehen, behandelt werden. Der Einsatz muss im Parzellenplan/Feldkalender dokumentiert werden (aufzeichnungspflichtig). Ein Kontrollfenster ohne Behandlung wird empfohlen. Entsprechende Produkte sind in der Betriebsmittelliste mit «aufzeichnungspflichtig» markiert. Kupfer darf nicht zur Düngung oder zur Pflanzenstärkung eingesetzt werden. Für die Bordüngung von Sellerie, Blumenkohl, Broccoli, Spinat, Randen und Zuckerrüben, für die Calciumdüngung von Apfelbäumen und die Magnesiumdüngung mit Bittersalz oder Kieserit müssen weder Mangelerscheinungen sichtbar sein, noch muss ein Bedarfsnachweis erbracht werden (siehe Bio Suisse Richtlinien, Teil II, Art. 2.4.4.2 b).     Blattsaftanalyse – Wissen was ankommt! Mit einer Blattsaftanalyse optimierst du die Düngung und sparst gezielt Kosten. So schonst du die Ressourcen und steigerst gleichzeitig den Nährstoffgehalt, den Geschmack und die Lagerfähigkeit deiner Ernte.   Mehr Informationen über Blattsaftanalysen   Gratis Webinar: Blattsaftanalysen   Hier geht es zu der Anmeldung   Oder auf Youtube Schauen       Neue Dünger auf der Fibl Betriebsmittelliste   1. Strategischer Wechsel auf Kali-Betonung im Gemüsebau Sobald eure Kulturen die Phase des massiven Blattwachstums verlassen und in die Generative Phase (Fruchtbildung und Reifung) übergehen, verschieben sich die Nährstoffansprüche. Während der Stickstoffbedarf leicht sinkt, steigt der Bedarf an Kalium für den Zucker- und Wassertransport massiv an. Besonders auf regenerativ wirtschaftenden Betrieben spielt uns der warme Sommerboden in die Karten: Die N-Nachlieferung aus dem Bodenleben läuft dann meist auf Hochtouren, weshalb eine zu starke Stickstoffdüngung jetzt eher kontraproduktiv wäre. Unsere Empfehlung für den Kulturverlauf: Startphase: In den ersten 1–2 Monaten im Frühjahr setzen wir auf unser Bio-NPK 7-3-2, um den vegetativen Aufbau zu forcieren. Wechselzeitpunkt: Sobald das Blattwachstum stagniert und die Bodentemperatur konstant 12–15 °C erreicht, ist der ideale Zeitpunkt für den Wechsel auf unseren rein pflanzlichen Bio-NPK 2-1-10. Präzision statt Schätzung: Um die Düngung exakt an den Bedarf der Pflanze anzupassen und im Idealfall komplett auf chemischen Pflanzenschutz verzichten zu können, empfehlen wir im Gewächshaus eine Kontrolle mittels Blattsaftanalysen. Ein Intervall von 3–4 Wochen gibt euch die nötige Datengrundlage, um Mängel zu erkennen, bevor sie optisch sichtbar werden. 2. Zellwandstärkung und Abwehrkraft mit flüssigem Calcium Unser flüssiger Calciumdünger (8,0 % CaO wasserlösliches Calciumoxid) ist weit mehr als nur ein Nährstofflieferant – er ist das Rückgrat eurer Pflanzengesundheit. Calcium ist essenziell für die Zellwandstabilität. Sobald ein Insekt die Pflanze verletzt oder ein Pilz eindringt, pumpt die Pflanze Calcium in die betroffenen Zellen, um diese zu verhärten und Abwehrreaktionen auszulösen. Damit dieser Mechanismus reibungslos funktioniert, muss Calcium jederzeit in der Bodenlösung oder über das Blatt verfügbar sein. Vorteile im Obstbau: Stippe-Prävention: Hervorragend geeignet zur Bekämpfung von Stippe bei Äpfeln. Pflanzenschonend: Im Gegensatz zu herkömmlichen Calciumchlorid-basierten Düngern ist unsere Formulierung deutlich milder und verursacht kaum Stressreaktionen an der Fruchthaut oder am Blattwerk.         EdaLife Brausystem – Ein Gerät, drei Anwendungen
Unser neuestes Brausystem EdaLife Chrome ist nicht nur für die Herstellung von Komposttee hervorragend geeignet, sondern auch für die Herstellung von Kompostextrakt und Fermenten (EM).  

Quelle: Edapro.ch